Kattens kleines Alice-Erlebnis

Dass ich hier am Computer sitzen und für alle Welt zugängliche Texte schreiben kann, habe ich meinem heiß geliebten Internetzugang zu verdanken. Seit Anfang 2007 wohne ich in meiner jetzigen Wohnung (so lange hat’s mich bisher an keinem Ort gehalten), und da durfte natürlich auch der passende Internetanschluss nicht fehlen. Also wälzten meine Mitbewohnerin und ich sämtliche Angebote von Providern, bis wir das für uns perfekte Angebot gefunden haben: Alice Light Flat. In Alice Light Flat sind sowohl Internetanschluss als auch ein analoger Telefonanschluss enthalten; insgesamt zahlen wir für die DSL-Flatrate 24,90 Euro im Monat; hinzu kommen dann noch einmal eine Telefongrundgebühr in Höhe von 2 Euro und die Kosten für die jeweiligen Gespräche. Auch hierbei gibt es verschiedene Preisgruppen, die sich an der Tageszeit orientieren: So bezahlt man Montag bis Freitag zwischen 8 und 18 Uhr 3,5 Cent ins deutsche Festnetz, zu den übrigen Zeiten 1,9 Cent. Der Anruf in andere Alice-Haushalte ist übrigens kostenlos.

Alles in allem bin ich wirklich mehr als zufrieden mit diesem Paket, aber das konnte ich nicht immer sagen, denn (besonders anfangs) hatte ich eine doch ein recht großes Abenteuer mit dem Support und der Installation, auf das ich gut und gerne hätte verzichten können. Alles fing damit an, dass der Techniker, den man uns vorbeischicken wollte, um die Leitung freizuschalten (die gehörte nämlich offiziell der Telekom), uns gute 3 Mal versetzt hat. Drei Mal! Und jedes Mal habe ich mir freigenommen, denn auch Studenten haben Seminare und Nebenjobs (ist wirklich wahr ) und sind nicht den ganzen Tag von 8-17 Uhr verfügbar. Der Techniker erschien also drei Mal nicht, drei mal habe ich daraufhin auf meinem Handy den Support anrufen müssen (war ja kein Festnetzanschluss vorhanden...), was nicht gerade billig war. Leider waren auch die Leute vom Support recht ratlos, mehr als vertrösten konnten die mich auch nicht. Mir war auch klar, dass es nichts bringen würde, die armen Leute dort zu beschimpfen (waren sicher selber nur arme Studenten, glaube ich), also ließ ich mich drei Mal auf neue Termine vertrösten. Das Ganze zog sich fast 2 Monate hin, bis endlich mal einer der magenta-farbenen Techniker ankam, aber dann meinte, er käme ja gar nicht in den Keller-Raum rein. Ist klar. Da war dann auch meine Geduld langsam am Ende, und ich meinte ruhig (aber bestimmt), dass es wirklich langsam mal Zeit würde, dass wir ans Netz kommen, denn wir wären wirklich drauf angewiesen. Der Herr konnte auch nur die Schulter zucken und ging wieder. Allerdings ist er wohl kurze Zeit später mit einem Schlüssel wiedergekommen und hat die Kellertür aufbekommen (na so was!). Das haben wir allerdings auch nur durch Zufall erfahren, als wir einfach mal das Modem angestöpselt und versucht haben, auf gut Glück online zu gehen. Heureka!

Internet und Festnetz waren nun da, aber ich blieb auf einer großen Handy-Rechnung sitzen. Was also tun? Dem Kundendienst kurzerhand einen Brief geschrieben, die Telefonrechnung mitgeschickt und meinem Ärger Luft gemacht, dass sich das Ganze über 2 ärgerliche Monate hinzog. Kurze Zeit später kam die erfreuliche Antwort, dass man uns die erste Grundgebühr, die Telefonkosten UND eine Gutschrift von nochmals 30 Euro zur Wiedergutmachung zukommen ließ. Damit konnte ich mehr als leben. Allerdings hätte ich gerne drauf verzichtet, wenn gleich alles reibungslos geklappt hat.

Bis jetzt hatten wir auch keine weiteren Probleme mit Alice, und selbst die anfänglichen Schwierigkeiten waren ja eigentlich nicht auf Alice selber zurückzuführen, sondern eher auf den Magenta-Konzern, der es wohl nicht eingesehen hat, seine Leitungen für fremde Anbieter freizugeben. So gesehen könnte das Theater jedem passieren, der sich für einen anderen Anbieter als die Telekom entscheidet. Wer übrigens mehr über Alice erfahren mag, dem sei dieser Link wärmstens empfohlen: http://www.dsl-tarifjungle.de/dsl-provider/alice-dsl.html

So, und ich gehe jetzt wieder etwas surfen. *schwimmt davon*

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